Konflikte mit dem eigenen Kind

„Wenn die Gefühle überlaufen…“

Sich selbst und seine Kinder gut begleiten

Der Streit an sich ist oft nicht das Problem, sondern die Art und Weise, wie wir mit ihm umgehen. Die Konflikte mit unseren Kindern/Jugendlichen sind dabei eine besondere Herausforderung und bringen uns emotional immer wieder an unsere Grenzen.
Hinter fliegenden Bausteinen, lautem Schreien, Schlagen, Schimpfworten, Provokationen, Rückzug oder hartnäckigem Schweigen steckt immer eine innere Not, ein „guter“ Grund, der dieses Verhalten auslöst und der sich uns häufig auf den ersten Blick nicht erschließt.
In diesen Situationen springt unser eigenes Stresssystem an und unsere Gefühle übernehmen die Führung. Häufig handeln wir dann auf eine Weise, die uns im Nachhinein leidtut. Wir drohen, machen Vorwürfe, schreien, strafen und vieles mehr. 
Pflege- und Adoptiveltern finden sich hier mit der zusätzlichen Herausforderung konfrontiert, dass das Kind / der Jugendliche seine bisherigen, häufig traumatisierenden Bindungserfahrungen, unbewusst zur Re-inszenierung anbietet und Eltern in diese unbewusste Dynamik einsteigen.
In diesem Seminar beschreiten wir kontinuierlich einen Weg auf der Suche nach einer bindungsorientierten und Geborgenheit vermittelnden Begleitung und würdevollen Begegnung mit unserem Kind / Jugendlichen.
Wir nutzen dabei Erkenntnisse der Neurobiologie, Bindungstheorie und Traumatheorie, um, die sich wiederholenden, Abläufe und Muster zu verstehen, zu erforschen und zu unterbrechen. 

Die TeilnehmerInnen

  • entwickeln ein Verständnis für die Muster und Dynamiken, die unter den sich wiederholenden Konflikten mit ihrem Kind / Jugendlichen wirksam sind
  • verstehen Selbstregulation als notwendigen Schritt für die Unterbrechung von eskalativen Beziehungsdynamiken und kennen geeignete Methoden 
  • kennen grundlegende Strukturen, Mechanismen und Begegnungsformen, welche Eskalationen unwahrscheinlicher werden lassen
  • entwickeln ihre Haltung durch gefühltes Verstehen für Eskalationssituationen weiter 
  • kennen deeskalierende, bindungsfördernde Interventionen
  • verstehen den Sinn hinter Eskalationen und können diese für Bindungsaufbau und -vertiefung nutzen

Termin

Donnerstag - Freitag,
13.-14. Dezember 2021
jeweils 9:00-17:00

Keywords

Grundlegende Methoden und Konzepte der NeuroDeeskalation wie Erkenntnisse der Neurobiologie, Bindungstheorie und Traumatheorie;
Selbsterfahrung, Fallbeispiele und Austausch

Zielgruppe

  • Eltern
  • Pflegeeltern
  • Adoptiveltern

Ort

Bildungshaus Retzhof
Dorfstraße 17, 8435 Wagna, Nähe Graz 

KOSTEN

2 Tage: 560€
inkl. Pausenverpflegung 

Anmeldung

Bettina Dechler
Telefonisch erreichen Sie uns:
Montag-Freitag, 9:00 -12:00 Uhr
+43 664 1902571

Karin Malaizier, ressourcenreich

trainerin

Karin Malaizier 

  • NeuroDeeskalationstrainerin und Lehrbeauftragte, 
  • Coach und Supervisorin
  • Ausbildnerin in klientenzentrierter Gesprächsführung und Konfliktmanagement

Sie hat 30 Jahre Erfahrung in Leitung, Aufbau und Entwicklung von Kindertages- und Jugendeinrichtungen.
Arbeit am Tonfeld®, NARM Touch, Systemische Aufstellungsarbeit